Wissenswertes zu Kaffeevollautomaten

Wissenswertes zu Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten wurden in den 1960er-Jahren nach dem Prinzip der Selbstbedienungsautomaten entwickelt. Der deutsche Unternehmer Otto Bengtson gilt als der Erfinder eines Kaffeevollautomaten mit integrierter Mühle. Ab 1964 begann er mit der aktiven Vermarktung seiner Erfindung. Der Schweizer Ingenieur Arthur Schmed präsentierte nach zweijähriger Entwicklungszeit Ende der 1970er-Jahre eine Maschine, die auf eine Integration von Druck und der kurzen Brühdauer eines klassischen Espressokochers setzte und den so entstandenen Zubereitungsprozess automatisierte. Bei dieser Maschine handelte es sich um einen funktionstüchtigen Prototyp eines modernen Kaffeevollautomaten. Auf einer Messe wurde eine Weiterentwicklung dieses Prototyps zum ersten Mal im Jahr 1985 präsentiert: Die Firma Solis, ein Haushaltsgerätehersteller mit Sitz im schweizerischen Opfikon, hatte das Privileg den nach ihr benannten Solis-Espresso-Vollautomaten als Weltneuheit vorzustellen.

Heutzutage sind Kaffeevollautomaten aus vielen Haushalten und vermutlich noch mehr Firmen und Institutionen nicht mehr wegzudenken. Die Tatsache, dass mit simplem Knopfdruck vollautomatisch und innerhalb kürzester Zeit verschiedene Kaffeevarianten produziert werden können, macht diese Geräte unheimlich populär und war wohl der Hauptgrund für den regelrechten Siegeszug, den sie ab den späten 1980er-Jahren angetreten sind. Viele Geräte können auch Milchschaum erzeugen und verfügen oftmals sogar über einen Cappuccinatore mittels dem Trendsorten wie Cappuccino oder Latte macchiato im Handumdrehen kreiert werden können.

Die wichtigsten Bestandteile eines Vollautomaten sind das Mahlwerk, der Heißwasserbereiter, meist ein Durchlauferhitzer oder ein Thermoblock, eine Pumpe und eine Brühgruppe mit Antrieb. Extravorrichtungen zur Bereitung von Heißwasser sowie zum Aufschäumen von Milch sind bei den meisten neueren Geräten Standard, bei älteren Maschinen aber nicht unbedingt vorhanden. Über eine Bedieneinheit können die Brühtemperatur, die Menge des Kaffeepulvers sowie die Tassengröße reguliert werden. Oftmals sind auch Einstellungen zur Wasserhärte möglich. Dies ist vor allem dann bedeutsam, wenn Entkalkungszyklen festgelegt werden sollen. Je nach Hersteller, Typ und Ausführung der Maschine sind bei all diesen Komponenten unterschiedliche Variationen und Qualitätsstandards möglich. Modernere Geräte haben fast ausschließlich aus Keramik oder gehärtetem Stahl gefertigte Kegel- oder Scheibenmahlwerke integriert.

Bei all diesen Komponenten gibt es mechanische und manchmal auch elektronische Bestandteile, die im Laufe der Zeit im Zuge des Zubereitungsprozesses verschmutzt oder beschädigt werden können. Bei fortlaufender Nutzung können natürlich auch Verschleißerscheinungen auftreten. Dies macht regelmäßige Wartung umso bedeutsamer. Konsequentes Reinigen, Pflegen und Warten kann die Lebensdauer all dieser Komponenten beträchtlich verlängern und erhöht auch die Qualität des Kaffees immens. Wir als Profis wissen zudem, dass bei Geräten, die als defekt und irreparabel bezeichnet werden, oft nur eine einzige Komponente wirklich kaputt ist. Ein umfassender Austausch dieses Bestandteils und regelmäßige Wartungsroutinen können in der Regel auch diesen Geräten ein zweites Leben einhauchen.

Comments are closed.